Da sich meine Situation hier nicht wirklich veraendert und alles ein wenig stagniert, verdient dieser Blogeintrag auch keinen besonders inovativen Namen.
Mein Arbeitgeber hat sich endlich bei mir gemeldet, naja -zumindest seine Kollegin. Aus meinen fuenf Schichten pro Woche sind fuer den Monat Oktober 0,75 geworden -im November sieht es etwas besser aus, da habe ich jetzt schon etwa 15 fest. Da ich eigentlich 20mal pro Monat arbeiten will, brauche ich also noch welche. Ich stehe morgens immer frueh auf um moeglicher Weise um 700Uhr am Hostel aufgesammelt zu werden und einen Tag zu Arbeiten -doch wie schon gestern geschrieben, ist daraus bisher nichts geworden. Auf Arbeitssuche bin ich heute 4h durch den ueberaus grossen Hafen von Fremantle gelaufen und habe ueberall nach Arbeit gefragt, doch keine Zusage bekommen -dafuer aber eine nette Unterhalten mit einem Englaender, der ein Art Parkhaus fuer Schiffe betreibt, mit dem ich mich ueber die Nordsee ausgeplaudert habe. Ich habe ihm meine details(also Name und Kontaktmoeglichkeiten) da gelassen und er sagte, er gibt sie an Freunde weiter -vielleicht war die gute Unterhalten doch was Wert. Generell habe ich den Eindruck, dass hier unten viel, wenn nicht alles, mit Sympathie und Vitamin-B geregelt wird und in Punkto Sympathie gewinnen Maedchen bei den maenlichen Arbeitgebern halt immer. Die Jobsituation ist zwar bei weitem nicht so schlimm wie an der Ostkueste, doch auch hier gibt es einfach zuviele Backpacker. Insgesamt unterscheidet sich das Bild eines Backpackers, dass man hat, wenn man aus Deutschland kommt, vollkommen von dem wie es ist. Mein Gedanke an Backpacking war, dass man etwas Besonderes ist und viele unkonventionelle eigene Wege gehen muss, doch weit gefehlt. Hier gibt es in jedem Dorf Hostels fuer Backpacker und das ganze Land, Wirtschaft und Heimische sind auf Backpacker eingestellt und vorbereitet. In Wirklichkeit bin ich ganz fett im Mainstream! Ich finde das leider sehr ernuechternt, da man keines Wegs seinen eigenen Stil findet, da alles vorgekaut ist. Wenn ich nun so zurueck Blicke, auf die letzten zwei/drei Jahre muss ich feststellen, dass ich mich in dieser Zeit gefunden habe und hier wahrscheinlich nicht grossartig veraendern werde. Ich habe die Schule gewechselt, nochmal die Schule gewechselt, bin Ausgezogen, habe angefangen eigenes Geld zu verdienen um mir, einen fuer mich wichtigen, Luxus zu ermoeglichen, habe mit Sport angefangen und meine Freizeit gut und sinnvoll gestalltet, habe die Schule hinter mir gelassen und schliesslich selbstbewusst den Entschluss gefasst alleine und ohne Organisation nach Australien zu gehen. Doch wie Ruy schon zum letzten Eintrag kommentierte bin ich nicht hierher gekommen um etwas grundlegend zu veraendern, sondern eher als (sprach)Urlaub mit Erlbenisfaktor. Was mache ich nun hier? Mir geht es schlecht, weil ich nicht Arbeiten kann und weil ich meinen Sport vermisse, der mir wirklich wichtig geworden ist(Ich bin daher nicht nur auf der Suche nach einem Job, sondern auch nach einem Badmintonverein, damit ich mich auch mal wieder richtig verausgaben kann -ich werde naemlich langsam aber stetig ein wenig schlacksick und untrainiert, was mir garnicht gefaellt!). Mir geht es schlecht, da sich nichts so entwickelt wie és gedacht war. Mir geht es schlecht -doch die frustrationstolleranz ist bei weitem nicht erschoepft! Ich habe mir natuerlich schon gedanken darueber gemacht, ob ich nicht vll schon fruher nach D. zurueck komme und meine Zeit mit Praktika und Aehnlichem sinnvoller nutze, doch verwerfe ich diese meist wieder, da sich meine Situation auch spaetestens im November aendert. Ich habe mir als Deadline Weihnachten gesetzt. Ich werde da nochmal genau daruber nach denken, ob ich nicht schon etwas frueher als geplant zurueck komme, doch das wird sich dann zeigen -wobei Deadline auch nur einen spaetesten Zeitpunkt makiert und somit einen gewisses Zeitfenster offen laesst!
Freitag, 10. Oktober 2008
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