Samstag, 4. Oktober 2008

job

Paul und Kate, beide Neuseelaender die fuer die besser bezahlte Arbeit hier sind, sammeln mich wie versprochen morgen vor meinem Hostel ein und wir fahren nach Willetton. Dort beladen wir unseren Bus und Anhaenger und machen, wobei ich beeindrucke, da ich Seemannsknoten kann und die Boote nicht crapig vertaue. Es ist ein wenig schwierig mit den beiden zu reden, da der neuseelaendische Akzent sehr genuschelt ist und ich ausserdem noch nicht ueber das gesammte Fachvokabular verfuege, aber das wird schon noch. Waehrend der Fahrt erfahre ich, dass ich diesen 14-seat-van fuer meine Arbeit auch fahren muss und bin mega depremiert, da ich zwar eine international driver licence habe, aber mir dass nicht das Recht gibt 14Personen zo befoerden. Mein deutscher Fuehrerschein ist auf acht Passangers limitiert(ihr seht, es faehlt mir immer schwerer etwas in deutsch aus zudruecken, worueber ich nur englisch geredet habe) und ich sehe schon schwarz fuer diesen Traumjob, aber ich denke mir, dass ich auf jedenfall heute einen guten Tag an der See haben werde, der mir komplett bezahlt wird und will mir darueber erstmal nicht zuviele Gedanken machen. Wir kommen am Strand an, es weht eine steife Briese mit geschaetzter Windstaerke von 5 und wir setzten die Kayaks ab. Die Gruppe wird folgender massen aufgeteilt: immer zwei Leute zusammen in ein double und der Guide, solange es die Gruppenanzahl zulaesst, nimmt ein single. Ich Sitze zusammen mit Kate in einem Kayak und wir stechen a;s erste in See um fuer die nachfolgenden ein Orientierungspunkt zu sein, jedoch haben wir am Anfang unsere Probleme, da unser Ruder klemmt und so ein Wanderkayak, ohne Ruder und gegen Wind, auf Kurs zu bringen eine anstraengende Angelegenheit ist. Letztendlich schaffen wir es jedoch und schleppen noch den erschoepften Vater und Sohn auf unser erstes Ziel -Penguin Island. Jaja, der Name verraet alles. Hier leben echte Pinguine, ihr bekommt auch noch Bilder von ihnen zu sehen. Auf der Insel haben wir dann auch unser Mittagessen, was vom Veranstallter bezahlt ist und so schnorre ich mir erstmal die drei grossen Sandwichesbaguettes rein. Das ist mal ein Geschaeftsessen! Denkt nicht, dass ich dumm und dreisst bin, ich sollte sie essen, weil sie uebrig waren! Kate und ich liegen noch ein wenig am Windgeschuetzten Strand in der Sonne bis die restliche Gruppe wieder kommt. Unser naechstes Ziel ist Seal Island, auf dieser Insel leben Sealoewen, doch ist der Wind inzwischen auf etwa Windsstaerke acht aufgefrischt und Paul entscheidet sich lieber wieder zuerueck zu fahren, da der Wind "grosse" Wellen zwischen Penguim Island und Seal Isalnd drueckt. Die Rueckfahrt sollte jedoch das beste des Tages werden! Kate wird im einzel losgeschickt den Wagen zu holen, da wir uns, mit der recht unerfahrenen Gruppe, einfach nur mit Wind und Wellen an den Strand treiben lassen wollen und der Bus in einem anderen Winkelt steht. So sitzte ich mit Paul zusammen im double und wir haben einen heiden Spass an dem Wind der Hektick. Wir weisen die anderen an nicht zu paddeln, sondern einfach alle Kayaks nebeneinander als Flos zu nutzen -zwei doubles wollen jedoch lieber den "gefaehrlichen" Weg alleine zureuck fahren. Den einen gelingt es, den anderen nicht! Sie kentern und wir nehmen kurs auf sie, um sie in das Kayak zurueck zu bekommen. Hierzu muss man zuerst die Spitze des gekennterten Kayaks auf die des anderen heben, dann dreht man das Gekennterte ein wenig, damit ein grossteil des Wassers heraus laeuft, anschliessend haelt man das Kayak fest und die beiden Gekennterten machen sich wieder ins Boot. Alles schein gut und wir schicken sie wieder auf den Weg...und schon sind sie wieder gekenntert. Ich will ja nicht laestern, aber diese Wanderkayaks sind sowas von stabil im Wasser, um die zu kippen muss man eigentlich schon mutwillig nachhelfen. Wir machen und wieder auf den Weg und ich sage zu Paul scherzhaft: same procedure as every...? worauf ich ein laecheln zurueck bekomme. Doch diesmal klappt es nicht, da die beiden schon zu erschoepft/ausgekuehlt sind und dass obwohl das Wasser eigentlich recht warm ist und wir noch nicht lange unterwegs waren. Egal -Paul entscheidet, dass ich mit einem der Bieden den Platz swope und ich das zu 2/3 mit Wasser gefuellte Kayak einfach zum Strand zurueck bringen soll, da Paul sich noch um die anderen kuemmern muss, die schon etwa 1km weiter sind als wir. Nach lurzer zeit kommt Paul dann aber doch wieder, da sich mein Kayak als aeusert traege heraus stellt, da es durch den Wellengang und der inzwischen niedrig gelegenen Bordwand vollkommen bis zur oberkannte mit Wasser gefuellt ist und nur noch durch die beiden Auftriebskoerper vom Sinken angehalten wird, aber wir kenntern nicht! Was mich allerdings auch eine menge Kraft kostet. Jeder der einmal ein Kayak+Wasser gefahren ist weiss wie traege die Dinger dann werden. Wir bauen uns auch als Floss zusammen und treiben langsam Richtung Strand. Kurz vorm Strand laesst und Paul los und meint: you`ll capsize anyway. Doch da kennt er mich schlecht, sicher bringe ich mein Submarine durch die Branndung und nutzte eine passende Welle, befehle meinem boatmate kreaftig zu paddeln und surfe auf die letzten Meter auf den Strand. Wir muessen noch die Kayaks aufladen und auf gehts zurueck nach Perth. Wir machen noch schnell alles mit dem Strahler sauber und wir drei sind auf den Weg zurueck nach Fremantle. Ich bekomme ein Gespraech zwischen Tom(der zzt. Urlaub hat) und Paul mit und hoere, wie Paul sagt, dass ich "great" war und er mich pass lassen soll. Ich bin natuerlich gluecklich, aber werde gebeten morgen nochmal zu kommen, da ich die andere Insel nphc nicht gesehen habe, da ich wieder nichts zu tun habe sage ich natuerlich zu, ausserdem macht es mir ja spass! Auf dem Rueckweg frage ich ausserdem nach, ob immer zwei Guides dabei sind, da sich so ja auch das Problem mit der fehlenden driver licence klaeren wuerde, da dann einfach immer der andere faehrt. Paul sagt aber, dass es ab neun oder mehr Personen einen zweiten Guide gibt und ich strahle. Ab neun einen zweiten guide? Ich darf genau acht zusaetzliche Personen befoerdern und so bin ich zum ersten mal seit sydney in einer lang anhaltenden good mood, doch da"zu dem wieder spaeter noch mehr". Morgen gehts dann nochmal Kayaken. Anyway, its great!

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